Triëdere #30: Gräben, Sprünge

Herausgegeben von Ann Cotten, Franziska Füchsl und Gerd Sulzenbacher

120 Seiten,16 x 24 cm
Klappenbroschur
März 2026
ISBN 978-3-85449-711-0
Lieferbar

14,00

Die Rinnen zwischen den Absätzen einer Schokoladentafel bilden die Sollbruchstellen der Rationierung, eine kleine Hilfestellung zur Mäßigung. Oder geben sie den Takt zwischen zwei Tafeln vor? Sind Gräben, die immer schon gezogen scheinen, zwischen Klassen, Geschlechtern, Kulturen, Alters- und Bevölkerungsgruppen, also quer durch das Individuum, Sollbruchstellen zur Zersplitterung? Auch überraschend auftretende Sprünge im Material auf einen Temperatursturz, wohl temperierten Schlag, schrillen Ton oder eine Erschütterung hin stellen kurzfristige Sollbruchstellen dar, über die sich eine Zeit lang hinwegsehen lässt, auf denen wir, unterschiedlich sicher, zu stehen, bauen oder lesen glauben, als wären es harmlose Flächenmaserungen ohne Tiefgang. In Landkarten und Stadtplänen sind Sprünge nicht verzeichnet, aber in der Tasche zerknautscht sich die Karte, und im Displaysprung verheddert sich die Wischbewegung auf der Suche nach dem Weg.

Mit Beiträgen von: Erhan Altan, Charlotte Coch, Barbara Juch, Kim Hyesoon, Liola Mattheis, Simon Nagy, Mariam Nazaryan, Oyu Ocean, Sool Park, Drehli Robnik, Hanne Römer, Maria Schubarth, Gerhard Spring und Hamida Sivac.