Archiv: Events
A list of upcoming events
Klemens Renoldner: Die Wolken von beiden Seiten gesehen
Gartenlesung mit Klemens Renoldner, um Anmeldung unter ch.hulatsch@gmx.at wird ersucht. Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Kultur im Wohnzimmer«.
Sebastian Hackenschmidt & Walter Seitter im Depot
Anthropographien sind die vielfältigen Beschreibungen, Schematisierungen und bildhaften Darstellungen des Menschen. Im Zentrum steht die Frage, welche Denkformen in diesen Darstellungsweisen jeweils Gestalt annehmen, wie diese auf das Denken zurückwirken und welche Folgen es hat, wenn der Mensch sich in seinem Streben nach Selbstinszenierung und Selbsterforschung reflexiv zum Thema macht.
Von den figürlichen Darstellungen der Vor- und Frühgeschichte über klassische Drucktechniken bis hin zu modernen bildgebenden Verfahren elektronischer Art eröffnen sich jeweils spezifische Formen der Präsentation, die ohne diese Mittel undenkbar wären. Es ist ein exklusives Kennzeichen des Menschen, sich auf diese Weise in seinen eigenen Werken auszudrücken.
Sebastian Hackenschmitt, Kunsthistoriker, MAK Wien
Walter Seitter, Philosoph, Übersetzer, Wien
Moderation: Dieter Bandhauer, Verleger, Wien
Sebastian Hackenschmidt & Walter Seitter (Hg.), Anthropographien, Wien: Sonderzahl 2026
Heftpräsentation Kurswechsel 2/26 im Depot
Demokratische Planwirtschaft gegen die Krisen?
Zeitschriftenpräsentation
Der Kapitalismus führt täglich zu neuen Unsicherheiten: Wie teuer wird der Wocheneinkauf noch? Wie viel muss ich bei der Energierechnung nachzahlen? Konzerne wie OMV, Spar oder Amazon planen alle – doch für ihre Profite. Eigentümer*innen und das Management entscheiden, was und wie produziert wird, die Belegschaft hat keine Mitsprache. Das befeuert Unzufriedenheit und die Klimakrise. Demokratische Planwirtschaft bedeutet daher: Bewusste und demokratische Entscheidungen darüber zu treffen, welche Arbeiten in einer Gesellschaft notwendig sind und wie wir mit den natürlichen Ressourcen schonend umgehen, um die Bedürfnisse aller zu befriedigen. Doch wie? Wie kann die Wirtschaft mithilfe von Planung demokratisch gestaltet werden, um eine gerechte Gesellschaft zu erreichen? Wie können wir die Klimakrise abmildern und die Versorgung für alle sichern?
Hanna Braun, Attac Österreich, Wien
Lukas Oberndorfer, Arbeiterkammer Wien
Moderation: Mario Taschwer, Attac Österreich, Wien
In Kooperation mit BEIGEWUM und Attac Österreich. Anmeldung: verwaltung@attac.at
Kurswechsel: Let’s Plan! Demokratische Wirtschaftsplanung – Schlüssel zur Transformation?, Heft 2, Wien: Sonderzahl 2026
Andrea Winkler im Stifterhaus
Literarische Avantgarde
mit:
SARAH RINDERER
ROBERT STÄHR
NINA TEMANN
ANDREA WINKLER
Moderation: FLORIAN HUBER (Kurator)
SARAH RINDERER, geboren 1994 in Bregenz, lebt und arbeitet freiberuflich in Wien. Sie studierte Bildende Kunst – Experimentelle Gestaltung sowie Angewandte Kunst- und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz und beschäftigt sich literarisch-künstlerisch mit Sprache, ihren Leerstellen, Weiß- und Zwischenräumen. Ihre Prosatexte und konzeptbasierten Arbeiten, Lyrik und Künstler:innenpublikationen zeigt und veröffentlicht sie in Ausstellungen, Anthologien und Literaturzeitschriften. Zuletzt veröffentlicht: „flugschrift N°45 sektorenfeuer“, 2023.
ROBERT STÄHR lebt als Autor, Verlagslektor und Kulturjournalist in Linz. In seinen Texten arbeitet er mit innovativen Formen des Erzählens. Kooperationen mit Bildenden Künstlern und Musikern. Zuletzt erschienen: „Linse“, 2017; „Plan“, 2020; „Plattform eins. Mit Zeichnungen von Sandra Lafenthaler“, 2024. 2016 wurde er mit dem Adalbert-Stifter-Stipendium des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.
NINA TEMANN, geboren 1995 in Leipzig/Deutschland, studierte Geographie in Wien und Halle sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2022 ist sie Mitglied des Lyrikkollektivs „fährten“, im gleichen Jahr wurde sie mit dem Klopstockpreis für junge Lyrik ausgezeichnet. In ihrer Arbeit als Geographin beschäftigt sie sich mit Landschaftswandel und der Stärkung ländlicher Räume. Seit 2024 Studium am Institut für Sprachkunst in Wien. Ihr Lyrikdebüt „oh augen, eigene oper“ ist im Frühjahr 2026 erschienen.
ANDREA WINKLER, geboren 1972 in Freistadt, war u. a. in der Jugendbetreuung und Erwachsenenbildung tätig. Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Zahlreiche Preise, u. a. Theodor-Körner-Preis 2005, Reinhard-Priessnitz-Preis 2009, Kulturpreis des Landes Oberösterreich 2022, Veza-Canetti-Preis der Stadt Wien 2025. Zuletzt erschienen: „Mitten am Tag“, 2025; „Die Frau auf meiner Schulter“, 2018; „Ich weiß, wo ich bin – Betrachtungen zur Literatur“, 2013.
herbert j. wimmer in der Alten Schmiede Wien
Herbert J. Wimmer: LOB DER STADT – II
143. AUTOR*INNENPROJEKT
2. Abend:
IM FLUSS DER MEDIEN
stille flaneure Klever Verlag, 2012 und 2025
Thomas Ballhausen Film/Text-Gespräch
»wahrnehmung und schreibbewegung fliessen ineinander und STADT wird sichtbar – sinnlich konkret, konstruktiv, text-raum-zeit-kontinuierlich, wie ein augenblick im sog des zeitpfeils«, schreibt Herbert J. Wimmer zum Werk von Waltraud Seidlhofer. Ästhetischen Verbindungspunkten zwischen ihrem und dem eigenen Schreiben geht Herbert J. Wimmer in seiner kommentierten Lesung nach. Begleitend zeigt er seine Fotoarbeiten URBAN MOMENTS.
Das Gespräch mit Thomas Ballhausen erkundet entlang von Herbert J. Wimmers TOTE IM TEXT (2016) und UNSICHTBARE FILME – EIN RELATIVER ROMAN (1997) inhaltliche und strukturelle Filmreferenzen in dessen Werk. Dazu werden Filmstills projiziert.
Herbert J. Wimmer, *1951; Gedichte, Prosa, Hörstücke, literatur- und filmkritische Schriften, bildnerische Arbeiten, Performances, Gemeinschaftsprojekte u.a. mit Marion Steinfellner, Michael Fischer, Nika Pfeifer. Mehrere Autorenprojekte in der Alten Schmiede, u.a. dokumentiert im Buch: strukturen erzählen. Die Moderne der Texte (1996). Zur enzyklopädie des augenblicks zählt Herbert J. Wimmer: innere stadt: roman (entstanden zwischen 1973 bis 1985/87, erstpubliziert 1991); das offene schloss. ambivalenzroman (1997); auto stop. tempotexte (1998); der zeitpfeil. roman (2003); kühlzack und flexer. aggregatroman (2009); membran roman (2013); tote im text. thriller (2016); interfer. blaunsteinerbuch (2018); klärwerk. rezyklopädie der gegenwart (2020); schon wieder noch nie. romanevolution (2025).
Waltraud Seidlhofer, *1939, lebt in OÖ. Prosa, Lyrik – zuletzt u.a.: wie ein fliessen die stadt (2019).
Thomas Ballhausen, *1975; Autor, Kulturphilosoph; Leitung Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst/Univ. Salzburg & Mozarteum Salzburg.
herbert j. wimmer in der Alten Schmiede Wien
programm
Herbert J. Wimmer: LOB DER STADT – I
143. AUTOR*INNENPROJEKT
1. Abend:
ZEITPFEIL ET CETERA
Herbert J. Wimmer WECHSELWERKEN Text-Dialog
Herbert J. Wimmers ENZYKLOPÄDIE DES AUGENBLICKS ist eine seit 1991 anwachsende Reihe von Prosa-Veröffentlichungen, die konzeptuell eigenständig sind, jedoch verbunden durch eine Poetik der »OFFENEN FORMEN«, der sprachlichen (Re-)Konstruktion von Präsenz, der Kartografierung innerer und räumlicher Situationen.
Anhand von Lesungen aus dem ersten Enzyklopädie-Eintrag INNERE STADT: ROMAN und dem – vorläufig – letzten LOB DER STADT (Romanmanuskript) erkunden Herbert J. Wimmer und Nika Pfeifer in Text-Dialog und Gespräch, »wie STADT als textbau/textagglomeration der menschlichen beziehungen und verkehrsweisen lesbar wird«. Anschließend spricht Lydia Mischkulnig mit Herbert J. Wimmer entlang von Lesungspassagen aus seiner neueren Prosa über Konstellationen von Werk und Leben.
Herbert J. Wimmer, *1951; Gedichte, Prosa, Hörstücke, literatur- und filmkritische Schriften, bildnerische Arbeiten, Performances, Gemeinschaftsprojekte u.a. mit Marion Steinfellner, Michael Fischer, Nika Pfeifer. Mehrere Autorenprojekte in der Alten Schmiede, u.a. dokumentiert im Buch: strukturen erzählen. Die Moderne der Texte (1996). Zur enzyklopädie des augenblicks zählt Herbert J. Wimmer: innere stadt: roman (entstanden zwischen 1973 bis 1985/87, erstpubliziert 1991); das offene schloss. ambivalenzroman (1997); auto stop. tempotexte (1998); der zeitpfeil. roman (2003); kühlzack und flexer. aggregatroman (2009); membran roman (2013); tote im text. thriller (2016); interfer. blaunsteinerbuch (2018); klärwerk. rezyklopädie der gegenwart (2020); schon wieder noch nie. romanevolution (2025).
Thomas Eder, *1968; Literaturwissenschaftler, Referatsleiter im Bundeskanzleramt. Zuletzt u.a.: Wiener Kreis und Wiener Gruppe (Hg. mit K. Kókai, 2024); siehe auch 15.6.
Nika Pfeifer, *1975; Lyrik, Prosa, Hörstücke, kollaborative Projekte. Zuletzt u.a.: TIGER TOAST (2024).
Lydia Mischkulnig, *1963; Prosa, Essays; Lehrbeauftragte; zuletzt u.a.: Beau Rivage: eine Rückkehr. Roman (2025); siehe auch 8.6.
Sasha Marianna Salzmann im DomQuartier Salzburg
Seit 2019 organisiert die INITIATIVE FREIES WORT in Zusammenarbeit mit dem Salzburg Museum zum Jahrestag der Salzburger Bücherverbrennung 1938 eine Veranstaltung zu einem spezifischen Thema. Diesmal geht es bei einer Podiumsdiskussion in hochkarätiger Runde um das Thema Recht & Gerechtigkeit. Moderiert von Günter Kaindlstorfer diskutieren der Jurist Franz-Stefan Meissel, die Historikerin Linda Erker und die Autorin Sasha Marianna Salzmann über die Bedeutungsräume von Recht bzw. Gerechtigkeit. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt die Cellistin Sophie Abraham.
Eine Veranstaltung der Initiative Freies Wort in Kooperation mit dem Salzburg Museum. Übertragung im Live-Stream von FS1
Bastian Schneider im Literaturhaus Köln
Zum 30. Geburtstag des Literaturhauses stellen wir monatlich Bücher von Autor*innen aus der Region vor. Bei Getränk und kleinem Imbiss gibt es die Gelegenheit zum Austausch.
Drei Frauen, drei Generationen. Zwischen Krieg, Wirtschaftswunder und Studentenbewegung erzählt Ute Wegmann in Alles soll sehr weiß sein (Maro) von Arbeit, Schweigen und Wandel – und vom Leben berufstätiger Frauen im 20. Jahrhundert. Es moderiert Sabine Küchler.
In Bastian Schneiders Roman Umschreibung (sonderzahl) jagt Detektiv Emil Nerz keinen Menschen, sondern einen verschollenen Kafka-Text. Zwischen surrealem Noir, Science-Fiction und KI-Visionen entsteht ein rasanter Roman über Macht, Kontrolle – und den Preis einer perfekten Welt. Es moderiert Martin Mittelmeier.
Cornelius Hell in der Buchhandlung Herder
Sätze, die einen nicht loslassen – Lesezeichen durch die Literaturgeschichte – Lebenszeiten im Licht der Literatur… In klarem Rhythmus und pointenreichen Sätzen gibt Cornelius Hell Momenten eine poetische Kraft, die aus alltäglichen Situationen besondere Augenblicke machen, die über das Persönliche und Vergangene hinauswirken.
Cornelius Hell im Gespräch – am Welttag des Buches!
Herzliche Einladung!
Eine Anmeldung erleichtert uns die Organisation:
buchhandlung@herder.at
oder 01/512 14 13