Brigitte Schwens-Harrant

Übers Schreiben sprechen

18 Positionen österreichischer Gegenwartsliteratur

240 Seiten,13,5 x 21 cm
Klappenbroschur
April 2022
ISBN 978-3-85449-598-7
Lieferbar

25,00

Über mehrere Jahre hinweg führte Brigitte Schwens-Harrant Werkstattgespräche mit 18 österreichischen Autor:innen. Ihr Ausgangspunkt war dabei bei jedem Dialog derselbe: das Staunen über die imaginativen Vermögen und die »Machart« des Kunstwerks Literatur. Warum weckt dieser Text die Freude am Klang der Wörter und jener die Lust auf neue Entdeckungen? Warum unterhält der eine Text, warum irritiert der andere? Warum kann ich mich mit Figuren das eine Mal identifizieren, das andere Mal jedoch so gar nicht? Was liegt an mir, der Leserin, aber vor allem: Was davon liegt an dem Text, der da gelesen wird – und wie wurde er gemacht, dass er so wirkt?
So unterschiedlich die Richtungen sind, die diese Gespräche einschlagen, stets geht es darum, gemeinsam von den Texten auszugehen, um dem Ereignis, das Literatur bedeuten kann, näher zu kommen. Die Autor:innen sind dabei profunde Reisebegleiter:innen, die anhand der Fragen dem nachgehen, was sie bewogen hat, ihre Werke so zu schreiben, ihren Motivationen, ihrem Verständnis von Literatur, ihrem Ringen nach Form und Sprache, ihren poetologischen Entwürfen, ihrer Sicht auf die Welt.
Der Band beruht auf der Veranstaltungsreihe WERK.GÄNGE, die in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur stattfindet. Enthalten sind Gespräche mit Bettina Balàka, Hans Eichhorn, Laura Freudenthaler, Susanne Gregor, Sabine Gruber, Peter Henisch, Alois Hotschnig, Semier Insayif, Lydia Mischkulnig, Doron Rabinovici, Julya Rabinowich, Ferdinand Schmatz, Lisa Spalt, Thomas Stangl, Michael Stavarič, Vladimir Vertlib, Anna Weidenholzer und Andrea Winkler.

Stimmen

»Indem Brigitte Schwens-Harrant den Gesprächspartnern Raum gibt und Zeit lässt, nimmt sie sich so weit zurück, dass ein Nachdneken möglich wird. Indem sie, gründlich vorbereitet, gezielt andere Fragen stellt – so konzis wie nötig, so offen wie möglich –, ist die Basis gelegt für genauere Blicke auf Texte – und für andere Antworten.« (Manfred Müller, Die Furche, 31. März 2022)
»Auf den ersten Blick sind die ›WERK.GÄNGE‹ Werkstattgespräche, in denen es darum geht, wie die Texte entstanden, wie sie gemacht und erarbeitet wurden, welche Ideen den Ausgangspunkt bildete, wie es zu Inhalten, Formen oder Konstruktionen kam. Durch das Thematisieren mehrerer Bücher, deren Publikationstermine oft durch Jahre gtrennt sind, wechseln die Perspektiven ständig: Nicht selten kannm im Gespräch über Facetten des neuen ein Detail eines älteren Buches anders gelesen und gesehen werden – und umgekehrt. Diese unterschiedlichen Betrachtungswinkel schärfen den Blick auf ein vielschichtiges Werk mit all seinen Veränderungen und Konstanten.« (Manfred Müller, Die Furche, 31. März 2022)