Rudolf Burger

Über Gott und die Welt und die Liebe

Gespräche und Interviews

516 Seiten ,13,5 x 21,0
Juni 2021
ISBN 978-3-85449-573-4
Lieferbar

35,00

Seit 1993, als Rudolf Burgers Essayband Vermessungen bei Sonderzahl erschienen ist, fühlen wir uns diesem Autor in besonderer Wertschätzung verbunden. Auch wenn Dankbarkeit keine politische Kategorie zu sein scheint, wollen wir aber gerade dieses Wort bemühen: Dankbarkeit dafür, dass Burger uns seine Texte anvertraut hat, die unser politisches Bewusstsein geschärft und zur Selbstüberprüfung gezwungen haben.
2018, zu seinem 80. Geburtstag, publizierten wir die von Bernhard Kraller herausgegebene Festschrift, die keine im konventionellen Sinn sein wollte und daher im Untertitel bekannte: Von, für und gegen Rudolf Burger. 2020 folgte dann die erweiterte Neuausgabe von Jenseits der Linie mit zentralen Texten für sein Denken.
2021 werden in drei Bänden weitere wichtige Beiträge aus den letzten drei Jahrzehnten für die Leserschaft wieder zugänglich gemacht. Im Herbst Eingriffe I und II (dazu mehr in unserer nächsten Vorschau) und jetzt so gut wie alle Gespräche und Interviews, die mit dem Philosophen Burger über Innen- und Außenpolitik, über Gedenkpolitik und Migration, über Moral und Terror, über Atheismus und das Böse also eben Über Gott und die Welt und die Liebe geführt worden sind.
Bei Präsentationen hat Rudolf Burger zum Abschluss gerne gesagt, dass man Texte lesen, Bücher nur kaufen muss. In diesem einen Punkt wollen wir ihm widersprechen: Seine Bücher soll man kaufen, um seine ursprünglich in Zeitungen und Zeitschriften erschienenen Beiträge einer Relektüre unterziehen zu können. Vielleicht ist auch das eine Form von Relativitätstheorie: Je größer der zeitliche Abstand, umso erhellender werden sie.

Stimmen

Konrad Paul Liessmann über Burgers 'gefährliches' Denken: "Die kenntnisreichen Analysen und spitzen Bemerkungen, die der zugleich vornehme wie streitbare Philosoph als öffentlicher Intellektueller formuliert hat, waren kaum in einem pädagogischen Sinn anregend, schon gar nicht mit dem Zeitgeist akkordiert, sodass man nur hätte nicken müssen. Sie waren im besten Sinne einer radikalen Aufklärung rücksichtslos, und nötigten dadurch, Überzeugungen und Begriffe ebenso zu überdenken wie moralische Werte und politische Illusionen." (DiePresse, 8.6.2021)