Peter Henisch

Außenseiter aus Passion

Texte zu Politik, Literatur und Gesellschaft (1972-2013)

Nachwort von Walter Famler

400 Seiten,14 x 22 cm
Englisch Broschur
September 2013
ISBN 978-3-85449-388-4
Lieferbar

29,00

Peter Henisch ist einem großen Publikum in erster Linie als Romancier bekannt: von der Kleinen Figur meines Vaters über den Schwarzen Peter bis zu Großes Finale für Novak reicht sein mehr als 20 Titel umfassendes literarisches Œuvre. Mit seinen Essays, Feuilletonbeiträgen und Kolumnen wiederum erhebt er seit 40 Jahren konsequent und kontinuierlich seine Stimme zu aktuellen Fragen und politischen Missständen; aber auch die Literatur – die eigene und die der anderen – kann und soll für ihn nicht von der politischen Realität und der realen Politik getrennt und in einen Elfenbeinturm verbannt werden. „Kritik hat er allerdings nie in der landesüblichen Form der rhetorischen Übertrumpfung betrieben“, so Karl-Markus Gauß über Peter Henisch; vielmehr verstehe es dieser, „sich der Routine wohlfeiler Empörung zu versagen und stattdessen den empörenden Verhältnissen geduldig auf den Grund zu gehen“.
So ist der 70. Geburtstag, den Henisch und mit ihm die literarische Öffentlichkeit im September feiern wird, ein idealer Zeitpunkt, diese Werkgruppe zu einem repräsentativen Band zu versammeln. In akribischer Editionsarbeit wurden nahezu hundert Texte aufgespürt und in sechs Unterkapitel gegliedert: von Beiträgen zu Zeitgeschehen und Politik, zur Literatur über Momentaufnahmen und Reisebilder bis zu Reden und Interviews.
Für Walter Famler, der für dieses Buch ein Nachwort geschrieben hat, ist bei Peter Henisch der Status des kritischen Intellektuellen gekennzeichnet durch „seine im Geist des Blues schwingende empathische Melancholie etwa oder die Selbstdefinition als passionierter Außenseiter, als der er sich neben anderen, die längst zu zynischen Insidern geworden sind, weiter behauptet.

Stimmen

»Hallräume für Träume und Utopien eröffnen die zeitgeschichtlichen und literarischen Essays und Reden Henischs aus rund vierzig Jahren, die der Band ›Außenseiter aus Passion‹ versammelt. Sie zeigen den Autor in engagierter Auseinandersetzung mit dem komplizerten Wechselspiel von Wirklichkeit und Traum, von Begrenzung und Freiheit.«
(FAZ)
»Dieses bunte Patchwork aus persönlichen Textdokumenten, wo sich in jeder Zeile das Erschrecken und das tiefe Engagement eines mitverantwortlichen Bewusstseins prägt, lässt sich auch lesen als eine Fibel der Gefühle und der Betroffenheit: Mehr als einmal habe ich eine Formulierung für Umstände gefunden, bei denen man noch Jahrzehnte später von der eigenen Ohnmacht eingeholt wird;Henisch bringt das in einem Satz unter, erfasst die Situation mal nüchtern, mal ironisch, knapp und punktgenau, präzis und unverhohlen.«
(Martin Kubaczek,Literaturhaus Wien)