Dieter Bandhauer spricht mit den Herausgeber:innen Claudia Dürr und Wolfgang Straub über die mehrjährige editorische Arbeit und über die Person und das Werk Werner Koflers.
Archiv: Events
A list of upcoming events
Markus Köhle in Langenlois
Markus Köhle liest aus „Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts“ (2023)
»Mit seinem furiosen Reiseroman ‚Das Dorf ist wie das Internet …‘ führt der aus Tirol gebürtige Autor und Poetry-Slammer Markus Köhle die Mär vom sommerlichen Fernweh ad absurdum.«
Ronald Pohl, Der Standard
»Wer in den letzten drei Jahrzehnten im Alpinen groß geworden oder wenigstens halbwegs herangewachsen ist, wird sich in ‚Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts‘ wiedererkennen. Aber das ist nur ein Aspekt dieses ebenso fein wie hintersinnig komponierten Romans.«
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung
Markus Köhle: Spoken-Word-Poetry meets Speisewagen-Prosa
Mieze Medusa & Yasmo: MYLF – Mothers you’d like to flow with / Markus Köhle: Spoken-Word-Poetry meets Speisewagen-Prosa
Drei Aushängeschilder der heimischen Poetry Slam-Szene unterhalten beim Kultursommer Wien im Reithofferpark im 15. mit einem Mix aus Spoken Word-Poetry, Slam-Texten und auch ein bisschen erzählender Literatur: Mieze Medusa und Yasmo unterlegen als MYLF – Mothers you’d like to flow with rhythmisch Gesprochenes mit Musik. Markus Köhle liest Slam-Texte und aus seinem Roman „Das Dorf ist wie das Internet, es vergisst nichts“.
Jaroslav Rudis im Gespräch mit Erwin Uhrmann zu »Durch den Nebel«
»Mit heiterem Ernst beobachtet der passionierte Zugreisende Jaroslav Rudiš, zudem Dichter, Dramatiker und Denker, seine Weggefährten und Begleiter, memoriert Episodisches aus Geschichte und Gegenwart. Diese Salzburger Vorlesung führt in die facettenreichen Sphären des Nebels, dem Rudiš in allen seinen Schriftstücken zugetan ist, poetisch, ernsthaft und mit feinem Humor. Der menschenfreundliche Literat verzichtet auf allen bitteren Zynismus, der gegenwärtig medial und auch literarisch gelegentlich vorherrscht. Jeglicher Hast setzt er Geruhsamkeit entgegen, reist und schreibt sinnierend, sinnlich und sinnreich.« (Thorsten Papronty, rezensionen.ch)
Sonderzahl auf der Literaturmeile in der Zieglergasse
Museum des Anfangs auf der Buch Wien
Klemens Renoldner im Literaturhaus Salzburg
Begegnen sich 3 in einem Buch über den Schwedenplatz
Klemens Renoldner in der Buchhandlung FAKTory
Der eine: ein fanatischer Nazi, der sich nach dem Krieg als Opfer präsentiert. Der andere: ein christlichsozialer Beamter, sein untergebener Kollege.
Ewald Simmer, Gendarmerieoberst in Linz, wird von den Allierten 1946 in Haft gebracht, zuerst zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, nach längerem Prozess aber freigesprochen. Obwohl die Schuldlast erdrückend ist, kann er 1949 als unbescholtener Mann in die Gesellschaft zurückkehren.
Major Alois Renoldner, der Großvater des Autors, ebenfalls Gendarm in der oberösterreichischen Sicherheitsdirektion, wird am 13. März 1938 auf Simmers Befehl verhaftet und später ins KZ Dachau gebracht. Dass ihn, nach dem Krieg, die alten Nazis immer noch beschimpfen, kann er nicht verstehen.
Gerhard Melzer im Literaturhaus Graz
Auf nach Graz
66 Kilometer Stadtgrenze, eine Fläche von 127,5
Quadratkilometern und eine Gesamtlänge des
Straßennetzes von 1170 Kilometern. Der eingeborene
Grazer Gerhard Melzer will diesen nüchternen
Zahlen Leben einhauchen und macht sich
auf, die urbane Realität dahinter in hunderten
Fußmärschen zu erkunden. Im Gehen füllen
sich die vielen Kilometer Stadt, die Straßen, Häuser,
Parks und Plätze, mit Anschauung. Es treten
versteckte Paradiese und städtebauliche Höllen
zutage, Abseitiges, Nebensächliches, Skurriles,
architektonische Kontraste und Verwerfungen,
und immer wieder Zeichen, Bild- und Schriftzeugnisse,
die den Eigensinn der Stadt und ihrer
Bewohner hervorkehren. Letztlich gerät die Stadt
zum Buch, das gelesen werden will.
Auf nach Graz hält in fotografischen und
sprachlichen Schnappschüssen fest, was diese
Lektüre ergeben hat. Das Prinzip, das beiden Darstellungsformen
zugrunde liegt, ist aus der Zahl
der Grazer Bezirke hergeleitet. Die Strenge der
Form soll die Subjektivität und Fülle der Wahrnehmungen
im Zaum halten. Entsprechend versammelt
der Bildteil je siebzehn Fotos unter siebzehn
Stichworten (z. B. United Colours of Graz,
Broken City, Wichtelwelt, Streetart Gallery, Unheilige
Stühle, Grüne Zonen, Die Häute der Stadt
etc.), während im Textteil siebzehn kurze, exemplarische
Notate das urbane Gehen zu einer autobiografischen
Reflexion über Lebenswege vertiefen,
nach dem Motto: Wer geht, geht immer auch
ein Stück weit in sich.