Gespenst Derrida
Lucas Cejpek im Gespräch mit Sophia Panteliadou
Jacques Derrida hat mich seit meinem Literaturstudium Mitte der 1970er Jahre
begleitet, in meiner literarischen Arbeit taucht er seit 2014 namentlich auf, in
meinem Lexikon-Essay Unterbrechung, wenn Paul Celan zur Sprache kommt, und
zehn Jahre später in meinem Gespenster-Buch, wenn er vor das Kommunistische
Manifest auf Hamlet zurückgeht: Der Auftritt von Derrida erfolgt nicht nur in Form
des Zitats, sondern auch als Person, im Gespräch.
LUCAS CEJPEK, geb. 1956 in Wien, aufgewachsen in Graz, Studium der Germanistik und Amerikanistik, Dissertation über Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften als Kulturtheorie, lebt als freier Schriftsteller und Regisseur in Wien. Zuletzt: Du siehst Gespenster und nichts in der Minibar, Sonderzahl Verlag 2024. Ausschnitte aus dem Essayprojekt Quer zur Schreiblinie sind als flugschrift im November 2025 erschienen.
Buchpräsentation: Aris Fioretos – Das graue Buch
»Ein Essay, der nicht beschreibt, sondern ertastet. (…) ›Das graue Buch‹ ist kein Buch über Farbe. Es ist ein Buch über Wahrnehmung. Über das, was sich entzieht, wenn wir zu genau hinsehen. Ein literarisches Nachspüren der Nuancen, die unser Leben reicher machen – gerade weil sie sich nicht festlegen lassen.« (Bianca Priolo, Instagram, 13. November 2025)
»Fioretos setzt auf einen opulent-verspielten Stil voller Bilder, bringt literarische Mittel ins Spiel, ohne ins Fiktive abzugleiten. Stattdessen nimmt er seine Leser:innen mit auf eine Entdeckungsreise zu einem klar umrissenen Thema: Grau in der Welt des Denkens. Auf raffinierte Weise stellt das Buch folglich auf sprachlicher und ästhetischer Ebene das dar, was es zum Thema hat: eine Zone der Schattierungen und Spielräume.« (Ursula Ebel, Die Presse/Spectrum, 25. Oktober 2025)
Nach dem Tod der Freundin beendet Florian Lothar seine Karriere als Orchestermusiker. Aus Brasilien schreibt er seinem Freund Felix
Tichy einen erschütternden Brief.
Felix führt Telefonate, schreibt Mails, trifft Freunde: Wer weiß etwas über Florian? Wo hält er sich auf? Hat er sich das Leben genommen? Die Auskünfte über Florians Lebensumstände sind voller Widersprüche. Wie schon Sigmund Freud wusste: »Die biographische Wahrheit ist nicht zu haben, und wenn man sie hätte, wäre sie nicht zu brauchen.« Der Roman Die Wolken von beiden Seiten gesehen
führt in das Labyrinth einer Freundschaft, er erzählt von der Liebe zur Musik und
erträumt das Glück am Amazonas.
Nach dem Tod der Freundin beendet Florian Lothar seine Karriere als Orchestermusiker. Aus Brasilien schreibt er seinem Freund Felix
Tichy einen erschütternden Brief.
Felix führt Telefonate, schreibt Mails, trifft Freunde: Wer weiß etwas über Florian? Wo hält er sich auf? Hat er sich das Leben genommen? Die Auskünfte über Florians Lebensumstände sind voller Widersprüche. Wie schon Sigmund Freud wusste: »Die biographische Wahrheit ist nicht zu haben, und wenn man sie hätte, wäre sie nicht zu brauchen.« Der Roman Die Wolken von beiden Seiten gesehen
führt in das Labyrinth einer Freundschaft, er erzählt von der Liebe zur Musik und
erträumt das Glück am Amazonas.
Sonderzahl ist auf der Leipziger Buchmesse am Gemeinschaftsstand des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels vertreten.
Bastian Schneider im Gespräch mit Barbara Kadletz über sein soeben erschienenes Buch Umschreibung:
»KI« steht in Bastian Schneiders Umschreibung auch für »Kafka Incorporated«. Die abenteuerliche Suche nach einem verschollenen Kafka-Text führt den »Detektiv für investigative Profanapogryphik« bis nach Argentinien, um festzustellen, dass der Autor Kafka auf rätselhafte Weise mit der gleichnamigen Mangafigur verschmolzen ist. Lässt sich die Welt vor der großen Umschreibung, die die „K.I.“ vornimmt, retten?
Bastian Schneider im Gespräch mit Astrid Nischkauer über sein neu erschienenes Buch Umschreibung.
»KI« steht in Bastian Schneiders Umschreibung auch für »Kafka Incorporated«. Die abenteuerliche Suche nach einem verschollenen Kafka-Text führt den »Detektiv für investigative Profanapogryphik« bis nach Argentinien, um festzustellen, dass der Autor Kafka auf rätselhafte Weise mit der gleichnamigen Mangafigur verschmolzen ist. Lässt sich die Welt vor der großen Umschreibung, die die „K.I.“ vornimmt, retten?