Archiv: Events
A list of upcoming events
Lucas Cejpek in Straßburg
Hanno Millesi bei Leseze!chen 2026
Klemens Renoldner im Literaturhaus Salzburg
Katharina Prager im Kulturhof Amstetten
Wolfgang Liemberger & Georg Vogt auf der Diagonale in Graz
Unter Einsatz verschiedener filmischer Formen wie Animation, Splitscreen und Fischauge gestaltet Wolfgang Liemberger und Georg Vogt das assoziative Porträt des 2021 verstorbenen Avantgardefilmemachers Ferry Radax. Gefilmt größtenteils in Monterosso, Schauplatz von Radax’ Hauptwerk Sonne halt! .
„Gefahr haben wir nie gemieden“, sagt Ferry Radax. Der Filmemacher, eine zentrale Figur des österreichischen Avantgardekinos der Sechzigerjahre, hat mit Sonne halt! das Zentralgestirn vom Himmel geschossen, Thomas Bernhard drei Tage auf einer Parkbank interviewt und nach seinem Tod 2021 ein großes Archiv hinterlassen. Noch zu Radax’ Lebzeiten begann Wolfgang Liemberger an diesem naturgemäß unorthodoxen Porträt zu arbeiten, das nun als assoziativ montiertes Werk ein vorläufiges Ende findet. Es treten u. a. auf: ein computeranimiertes schwarzes Tentakelmonster sowie Radax selbst am Strand von Monterosso, dem Drehort von Sonne halt! . Liemberger und Vogt filmen Radax beim Interview mit einem Fischaugenobjektiv, das Meer dahinter sieht aus wie eine Kugel. All das verschmilzt mit der Lyrik von Sophie Reyer zur losen Beschreibung einer künstlerischen Weltwahrnehmung des 20. Jahrhunderts, in der ein kritischer Pessimismus, die Prophezeiung vom Ende der Menschheit und das Bernhard’sche Mantra vom Untergang noch als Koketterie gelten konnten. (Anna Katharina Laggner)
Wolfgang Liemberger & Georg Vogt auf der Diagonale in Graz
Unter Einsatz verschiedener filmischer Formen wie Animation, Splitscreen und Fischauge gestaltet Wolfgang Liemberger und Georg Vogt das assoziative Porträt des 2021 verstorbenen Avantgardefilmemachers Ferry Radax. Gefilmt größtenteils in Monterosso, Schauplatz von Radax’ Hauptwerk Sonne halt! .
„Gefahr haben wir nie gemieden“, sagt Ferry Radax. Der Filmemacher, eine zentrale Figur des österreichischen Avantgardekinos der Sechzigerjahre, hat mit Sonne halt! das Zentralgestirn vom Himmel geschossen, Thomas Bernhard drei Tage auf einer Parkbank interviewt und nach seinem Tod 2021 ein großes Archiv hinterlassen. Noch zu Radax’ Lebzeiten begann Wolfgang Liemberger an diesem naturgemäß unorthodoxen Porträt zu arbeiten, das nun als assoziativ montiertes Werk ein vorläufiges Ende findet. Es treten u. a. auf: ein computeranimiertes schwarzes Tentakelmonster sowie Radax selbst am Strand von Monterosso, dem Drehort von Sonne halt! . Liemberger und Vogt filmen Radax beim Interview mit einem Fischaugenobjektiv, das Meer dahinter sieht aus wie eine Kugel. All das verschmilzt mit der Lyrik von Sophie Reyer zur losen Beschreibung einer künstlerischen Weltwahrnehmung des 20. Jahrhunderts, in der ein kritischer Pessimismus, die Prophezeiung vom Ende der Menschheit und das Bernhard’sche Mantra vom Untergang noch als Koketterie gelten konnten. (Anna Katharina Laggner)
Lucas Cejpek in der Weinhandlung Vinoe
Gespenst Derrida
Lucas Cejpek im Gespräch mit Sophia Panteliadou
Jacques Derrida hat mich seit meinem Literaturstudium Mitte der 1970er Jahre
begleitet, in meiner literarischen Arbeit taucht er seit 2014 namentlich auf, in
meinem Lexikon-Essay Unterbrechung, wenn Paul Celan zur Sprache kommt, und
zehn Jahre später in meinem Gespenster-Buch, wenn er vor das Kommunistische
Manifest auf Hamlet zurückgeht: Der Auftritt von Derrida erfolgt nicht nur in Form
des Zitats, sondern auch als Person, im Gespräch.
LUCAS CEJPEK, geb. 1956 in Wien, aufgewachsen in Graz, Studium der Germanistik und Amerikanistik, Dissertation über Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften als Kulturtheorie, lebt als freier Schriftsteller und Regisseur in Wien. Zuletzt: Du siehst Gespenster und nichts in der Minibar, Sonderzahl Verlag 2024. Ausschnitte aus dem Essayprojekt Quer zur Schreiblinie sind als flugschrift im November 2025 erschienen.
Aris Fioretos in der Alten Schmiede
Klemens Renoldner in Bozen
Nach dem Tod der Freundin beendet Florian Lothar seine Karriere als Orchestermusiker. Aus Brasilien schreibt er seinem Freund Felix
Tichy einen erschütternden Brief.
Felix führt Telefonate, schreibt Mails, trifft Freunde: Wer weiß etwas über Florian? Wo hält er sich auf? Hat er sich das Leben genommen? Die Auskünfte über Florians Lebensumstände sind voller Widersprüche. Wie schon Sigmund Freud wusste: »Die biographische Wahrheit ist nicht zu haben, und wenn man sie hätte, wäre sie nicht zu brauchen.« Der Roman Die Wolken von beiden Seiten gesehen
führt in das Labyrinth einer Freundschaft, er erzählt von der Liebe zur Musik und
erträumt das Glück am Amazonas.