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Mieze Medusa und Markus Köhle im Musil Institut
Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genau so gemacht
Mieze Medusas neuer Roman (Residenz Verlag, 2025) hat, was Frauen zum Überleben brauchen: Tempo, Herz, Humor, Wut und viel Solidarität.
Melanie hat vermutlich nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen: Sonst wäre sie nicht die zweite Ex eines reichen Mannes mit internationalem Lebensstil, der bei Ehefrau Nummer drei angekommen ist und die gemeinsame Tochter Adele nach
Neuseeland mitgenommen hat. Melanies Alltag in Wien ist eine holprige Angelegenheit: Ohne Unterhaltsanspruch plagen sie
Geldnöte und ohne ihr fernes Kind plagt sie die Sehnsucht. Doch sie ist nicht allein: Melanie jobbt in einem feministischen Hotelprojekt, sie hat wirklich gute Freundinnen und irgendwann wird ja auch Adele nach Europa zurückkehren. Warmherzig und mutmachend zeigt Mieze Medusa, dass Zusammenhalt und Humor mit Geld nicht zu bezahlen sind – und dass das Leben ohne
falsche Entscheidungen verdammt langweilig wäre
„Mieze Medusa spricht mit ihrer Interdisziplinarität und Vielseitigkeit Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten an – sie weißt diese auch zu umarmen. Ihre eingereichten Texte zeichnen sich durch hohe sprachliche Präzision, feinen Humor und einen stets kritischen, feministischen Blick auf gesellschaftliche Strukturen aus.“ (Begründung der Jury für Mieze Medusa als kommende Welser Stadtschreiberin)
Land der Zäune
Mieze Medusa, geboren 1975, lebt in Wien. Sie steht als Rapperin und Spoken-Word-Performerin seit 2002 auf internationalen Bühnen und hat ihren MC-Namen in die Prosa mitgenommen. Ihr Debütroman Freischnorcheln erschien 2008, seitdem hat sie Prosatexte, aber auch Sammlungen von Poetry-Slam-Texten und Tonträger des Hip-Hop-Duos „mieze medusa & tenderboy“ publiziert sowie Theaterarbeiten und musikalischexperimentelle Projekte realisiert. Zuletzt erschienen: Du bist dran (2021), Was über Frauen geredet wird (2022).
Markus Köhle, geb. 1975 in Nassereith, Tirol, studierte Germanistik und Romanistik. Seit 2001 ist er literarisch, literaturkritisch, literaturwissenschaftlich und auch als Literaturveranstalter im In- und Ausland aktiv. Seit 2004 lebt und arbeitet er in Wien. Er ist Sprachinstallateur, Literaturzeitschriftenaktivist (www.dum.at) und Poetry Slammer der ersten Stunde.
Katharina Prager im Gespräch mit Klaus Nüchtern
Lucas Cejpek auf Radio FRO
Lucas Cejpek auf Radio FRO mit Wally Rettenbacher
Hanno Millesi im Literaturhaus Salzburg
Hanno Millesi liest aus seinem neu erschienenen Roman »Zur Zeit der Schneefälle«.
Katharina Prager in der Wienbibliothek im Rathaus
Hanno Millesi im Café Museum
Aris Fioretos in Lana
Die Farbe Grau steht gemeinhin für Unbestimmtheit. Grau, das sind die Übergänge, jene Stellen und Momente, wo das helle Licht des Tages schwindet und die klaren Kontraste undeutlich werden. Aris Fioretos begibt sich mit seinem furiosen Essay, der nun erstmals auf Deutsch vorliegt, mitten hinein in diese Zone der Schattierungen, des Flüchtigen und Vergänglichen.
Das Graue Buch durchmisst den reichen Erfahrungsschatz der Literatur – von Homer bis Beckett – bemüht alle verfügbaren sinnlichen Register und tut Korrespondenzen auf, die unvermutete Einsichten in unscharfe Sphären ermöglichen. Die dicht gewobenen Resonanzen, die Phänome der Vagheit in ungeahnt lustvoller Form lesbar machen, entspringen einer Schreibweise, die ganz auf die Erschließung der Grauzonen ausgerichtet ist – als wäre das Buch selbst mit Bleistift geschrieben.
Hanno Millesi im Café Museum
Am 11. November 2025 liest Hanno Millesi aus seinem neuen Roman „Zur Zeit der Schneefälle“ im Café Museum in Wien.